Es lebe der Spreepark (die unendliche Geschichte)

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Andrej Woiczik
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Re: Es lebe der Spreepark (die unendliche Geschichte)

Beitrag von Andrej Woiczik » Mo 8. Jun 2020, 11:11

Kommentar
Spreepark: Berlin hat nicht alle Tassen im Tassen-Karussell
https://www.berliner-kurier.de/kiez/spr ... l-li.86159
Das Weihnachtsfest 2019 habe ich in Dänemark verbracht, in Kopenhagen. Einer pulsierenden Metropole, die etwas Besonderes bietet: einen Vergnügungspark. Das Tivoli gibt es seit 1843. Generationen von Menschen haben sich hier amüsiert, sind in Achterbahnen durch die Gegend gesaust oder haben das Gelände für Spaziergänge genutzt. Ein Juwel inmitten der Stadt.

Kopenhagen hat seinen Freizeitpark, London, Paris, Madrid, Wien. Nur in Berlin soll es nicht sein. Wer hier einen Vergnügungspark besuchen will, muss nach Soltau, Leipzig, Rust. Oder – falls Sie es schon gehört haben – Plohn. Die Hauptstadt hat – es passt irgendwie – nur einen Park, der gammelt. Natürlich gibt es Pläne, aber die sind, wie vieles in Berlin, hochtrabend. Ein Kunst-, Kultur- und Naturpark soll entstehen. „Die Wildwasserbahn wird zum inszenierten Gehweg über das Wasser, die Achterbahn zum Cat Walk“, . Wieso kann eine Achterbahn nicht wieder eine Achterbahn werden? Wieso kann man nicht alte Fahrgeschäfte neu beleben? Und Schaustellern einen festen Platz für ihre Karussells einräumen? Kunst gibt es genug in Berlin, aber warum nicht wieder einen Freizeitpark, der die Tradition des Vergnügens an historischer Stelle neu belebt?

„Die noch vorhandenen Gebäude und ehemaligen Fahrgeschäfte werden zur Plattform für Installationen und Skulpturen, für Interventionen und Performances.“ Wenn ich so etwas lese, grusele ich mich mehr als in einer Geisterbahn. Berlin hat einfach nicht mehr alle Tassen im Tassen-Karussell.

Gut, dass es heute noch Menschen wie Christopher Flade gibt: Und führt den nachfolgenden Generationen vor Augen, welch fabelhafte Chance Berlin hier einst verstreichen ließ. 5,7 Millionen Menschen besuchten 2019 den Europapark Rust. Das Phantasialand in Brühl bei Köln, etwas größer als der Spreepark, kommt auf zwei Millionen Besucher. Aber kein Tourist wird für „Interventionen“ unsere Stadt besuchen.
Interessante Zeilen aus Berlin
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Andrej Woiczik
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Re: Es lebe der Spreepark (die unendliche Geschichte)

Beitrag von Andrej Woiczik » Fr 8. Jan 2021, 13:48

Exklusiv für Euch vorab einige Zeile zum Berliner Spreepark. In den kommenden Tagen, vielleicht schon heute Abend, ist der Rest auf unserer Hauptseite vor zufinden.
Viel Spaß beim Lesen.
Berliner Spreepark verliert (vorerst) sein Wahrzeichen
Durch den Berliner Spreepark weht ein Hauch von Wehmut: Seit dem heutigen Freitag wird das 45 Meter hohe Riesenrad des niederländischen Herstellers Vekoma in all seine geschichtsträchtigen Einzelteile zerlegt. Die 40 Gondeln der 220 Tonnen schweren Konstruktion werden abgebaut, ebenso der stählerne rote Kranz, die acht langen Stützmasten und die 40 Speichen. Die Arbeiten sind technisch aufwendig. Eine Spezialfirma ist mit mehreren Kränen angerückt, um das 31 Jahre alte Fahrgeschäft fachgerecht auseinanderzunehmen. Goodbye, Riesenrad! (vorerst)
Doch das Ende soll gleichzeitig ein Neustart sein - der Beginn einer spannenden, neuen Bauphase im Spreepark. Am selben Standort wird ein neues Riesenrad aufgebaut. Es soll sich 2024, 10 Jahre nach dem Erwerb durch das Land Berlin, wieder für Besucher drehen. Die Kosten dafür liegen bei vier Millionen Euro, so der Geschäftsführer der landeseigenen Betreibergesellschaft Grün Berlin GmbH, Christoph Schmidt in einer gestrigen Online Pressekonferenz. Das Riesenrad ist ein wichtiger Baustein im Millionen-Projekt Spreepark, über das seit Jahren - seit dem Erwerb des Geländes 2014 durch das Land Berlin - öffentlich diskutiert wird. "Es mag uns allesamt wundern, dass das so lange dauert", räumt Schmidt ein. Zum Spreepark gehören neben dem Riesenrad noch viele weitere Elemente und Gebäude wie etwa das Lokal "Eierhäuschen" oder die Achterbahn Spree-Blitz.
In der Vergangenheit hatten wir bereits mehrfach über die“ unendliche Spreepark-Geschichte“ an dieser Stelle berichtet.
....
Es gehe ausdrücklich nicht darum, mit diesem Projekt der öffentlichen Hand Geld zu machen, sondern ein Erholungserlebnis für die Bürger zu schaffen. Also wieder ein „Subventionsgrab“, ähnlich dem Tempelhofer Feld. Im Umkreis von 90 Minuten Autofahrzeit von Berlin-Plänterwald wurden seit der „Schließung“ vom Spreepark zwischenzeitlich mit den Freizeitparks Belantis nahe Leipzig, dem Majaland nahe der deutsch-polnischen Grenze und Karl’s Erlebnisdorf bei Berlin drei überregionale Freizeitparks mit jährlichen Besucherzahlen zwischen 450.000 – 1,1 Millionen gebaut, welche in den kommenden Jahren stetig weiter ausgebaut werden (wir berichteten bereits darüber). Ein „toller Kulturpark“, welcher mit einem Finanzvolumen von 70 Millionen Euro Steuergeldern erstellt wird, hätte sicher auch kostengünstiger erstellt werden können, aber der „Freizeitpark feindliche“ und „Künstler freudige“ Berliner Senat, wollte ja keinen touristischen Anziehungspunkt für die links grüne Wählerklientel schaffen.
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Re: Es lebe der Spreepark (die unendliche Geschichte)

Beitrag von markus1_4 » Di 27. Apr 2021, 00:13

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Andrej Woiczik
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Re: Es lebe der Spreepark (die unendliche Geschichte)

Beitrag von Andrej Woiczik » Di 27. Apr 2021, 07:03

Danke für das Teilen
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Re: Es lebe der Spreepark (die unendliche Geschichte)

Beitrag von Andrej Woiczik » Mo 20. Sep 2021, 11:30

https://www.berliner-kurier.de/berlin/k ... -li.183402
Bald sollen erste Bereiche öffnen
:
Kommentar zum Spreepark-Neustart: Wer sich DAS ausgedacht hat, hat eine Chance für Berlin verschenkt!
Fans des Spreepark schauen noch immer gebannt auf das Gelände, das einst ein Freizeitpark war. Denn der „Neustart“ rückt näher! 2022 sollen erste Bereiche eröffnen. Nun gibt es neue Einblicke in die Pläne – zu den „Labortagen“ zeigt die Grün Berlin GmbH, wie es bald aussehen soll.
Ich beobachte die Entwicklungen um den Park schon länger. Und bin kein großer Fan davon, dass Berlin ein solch tolles Gelände zuerst verkommen lässt, um es dann zum Kunst-Park zu machen. Vergnügen? Brauchen wa nich! Aber nun bin ich überrascht. Denn dass es – Vorsicht, Ironie – am Ende doch SO AUFREGEND wird, hätte ich wirklich nie erwartet.

Besucher können die alten Attraktionen wieder erleben – nur eben anders
Die früheren Attraktionen „ermöglichen den Besuchern besondere Erlebnisse im Alltag“, heißt es. Wie das aussieht? Ich kann als Besucher des Spreeparks bald zu Fuß durch eine Ex-Achterbahn gehen. GEHEN! Das Tassenkarussell, auf dem einst Kinder juchzten: Zukünftig kann man sich in
die Tassen setzen, ohne dass sie sich bewegen. Spüren Sie schon das Adrenalin? Und: Die Schwanenfahrt, die in Booten durch Kanäle führte, wird zum „frei nutzbaren Treffpunkt“. Irre!

Spaß beiseite: Mir erschließt sich nicht, wie all das Besucher locken soll. Der Spreepark wäre, als Freizeitpark hergerichtet, eine Attraktion gewesen. So wird er nur ein müdes Abziehbild dessen, was so fest in den Erinnerungen vieler Berliner verankert ist.

Es ist toll, dass sich das Riesenrad bald wieder dreht, aber...
Natürlich ist es toll, dass sich das Riesenrad bald wieder dreht. Es wird aber das einzige bleiben, was überhaupt Menschen in den Park lockt. Denn: Sitzen, gehen, stehen und gucken kann ich auch woanders. Sogar ohne Eintritt. Wer sich all das ausgedacht hat, hat eine Chance für Berlin verschenkt.
Nur einen Bewohner gibt’s, der hier bisher richtig glücklich ist. Und sich in den Gewässern des Geländes ausgebreitet hat: Es ist die „Steifborstige Armleuchter-Alge“. Und das, meine Damen und Herren, ist keine Ironie.

Diese Zeilen sprechen mir aus der Seele- toller Kommentar
DSC00026.JPG
Hier noch einige Fotos von 2014 von mir
DSC00027.JPG
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und von 2001
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Re: Es lebe der Spreepark (die unendliche Geschichte)

Beitrag von Hannilein » Di 21. Sep 2021, 08:50

Die Grün Berlin GmbH wird hiermit sicherlich Millionen Besucher anlocken ;-)
Hier is wieder euer Hannilein...

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