Wild West 2015 - Städte, Nationalparks & Freizeitparks

Berichte aus den Parks mit oder ohne Fotos. Wie voll war es? Liefen alle Attraktionen? Dies und noch viel mehr interessiert uns hier!

Re: Wild West 2015 - Städte, Nationalparks & Freizeitparks

Beitragvon minnie74 » Fr 4. Mär 2016, 23:25

WOWOWOW einfach genial! Tolle Bilder (ok, auch viiiiiiiiiiiiiiele :mrgreen: )!
Und ein absoluter WildWest-Fanatiker ist gerade happy über deinen genialen Bericht! :D
LG Tanja


earned my ears
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minnie74
 
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Re: Wild West 2015 - Städte, Nationalparks & Freizeitparks

Beitragvon markus1_4 » Mo 7. Mär 2016, 20:42

wow, finde ich auch! echt klasse, dürfen ruhig noch einige bilder dazu kommen! :D
Take your chance to change!
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Re: Wild West 2015 - Städte, Nationalparks & Freizeitparks

Beitragvon lunchen » Di 8. Mär 2016, 19:02

Danke Leute :)

Gleich geht's weiter!
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lunchen
 
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Tag 15: (Beinahe) Sonnenuntergang am Mono Lake

Beitragvon lunchen » Di 8. Mär 2016, 22:07

Wir haben also im Murphys Motel eingecheckt und sitzen jetzt im Zimmer. Es ist sehr klein (Das Bad ist sogar kleiner als klein), aber die Koffer bekommen wir trotzdem irgendwo unter. Das Zimmer ist für eine Nacht völlig in Ordnung und kostet vor allem unter knapp unter 90$. Für den Preis ist in der Gegend von Lee Vining zu der Jahreszeit absolut nichts anderes zu bekommen gewesen.

Wir wollen zum Sonnenuntergang runter an den Mono Lake, genauer gesagt in die South Tufa Area, denn hier sieht man besonders viele von den bizarren Formationen und man kommt bis an den See ran. Das Ganze verzögert sich allerdings etwas, da eine kleine Diskussion entbrennt. Dominik ist der Meinung, wir sollen unseren Wagen vom gröbsten Offroad Dreck befreien bevor wie ihn übermorgen abgeben und grundsätzlich hat er ja auch recht... Was mich daran allerdings stört: Die nächste Möglichkeit ist 30 Meilen weg und jetzt noch 60 Meilen abreißen, nur um das Auto zu waschen? Nääää das möchte ich nicht. Darüber müssen wir jetzt halt erstmal ein wenig streiten.

Wir ziehen uns natürlich noch um, denn mit kurzen Sachen können wir jetzt definitiv nicht mehr vor die Türe. Wir beeilen uns und finden den Parkplatz (Ich habe mir von allem nur Koordinaten anstatt Adressen notiert, würde ich nie mehr anders machen) sofort. Wir gehen los und stellen fest, dass uns schon einige Leute entgegenkommen... Japp, wir haben vor lauter Ausruhen und Diskutieren den Sonnenuntergang verpasst. Das ist aber nur halb so wild, schön und unwirklich ist es hier trotzdem!

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Es ist übrigens inzwischen ziemlich kalt und wir bleiben nicht wirklich lange, auch wenn es uns hier gefällt. Wir haben langsam aber auch unfassbar hunger und müssen uns jetzt mal um was zu essen kümmern. Die Restaurants haben irgendwie nie so lange auf wie wir es gerne hätten, also müssen wir uns jetzt mal ein bisschen ranhalten. Ich weiß nicht mehr genau wie das Lokal hieß in dem wir waren, von Bildern her war es das Nicely's. Ich habe diesmal auch leider nur ein Bild von dem Salat, ich habe so einen Hunger, dass ich glatt vergesse mein Steak (Zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass es ein Steak war) zu fotografieren. Das fällt mir danach schockiert auf :mrgreen: Aber ich meine mich zu erinnern, dass es lecker war.

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Tag 16: Yosemite National Park

Beitragvon lunchen » Di 15. Mär 2016, 09:41

Der Wecker klingelt heute wieder empfindlich früh. Zumindest meint Dominik das, mir macht das im Urlaub absolut nichts aus, da will ich was sehen und erleben anstatt eine Minute zu viel im Bett zu vertrödeln :mrgreen: Heute haben wir nicht nur eine lange Fahrstrecke zu bewältigen, sondern auch jede Menge vor. Es geht in den berühmten Yosemite National Park, auf den ich schon besonders gespannt bin. Fast jeder ist ja immer völlig hin und weg von dem Ort, die Bilder wollen mir aber noch nicht 100% gefallen, außer die Aussicht vom Glacier Point... Außerdem weiß ich ja, dass wir nicht die optimalste Reisezeit für den Yosemite haben. Wie dem auch sei... Noch ist es dunkel und ich bin natürlich längst fertig angezogen und beschließe, mich schon einmal auf die Suche nach Eis für die Kühlbox zu begeben. Ich öffne also mit meinem Shirt und meiner kurzen Hose die Tür und bekomme erstmal einen Kälteschock :shock: Aber ist ja eigentlich logisch auf der Höhe hier... Ich suche Eis, befülle die Kühlbox, bringe meinen Koffer schonmal zum Auto und gegen 6:30 Uhr sind wir bereit zum Auschecken.

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Frühstück gibt es hier keines, also gehen wir zu einem winzigen Laden direkt neben dem Hotel. Hier gibt es Kaffee für Dominik und jeweils einen leckeren Donut für uns beide. Dann versuchen wir noch zu Tanken und Gott sei Dank funktioniert es bei der zweiten Tankstelle im Ort (Es gibt nur zwei). Auf geht's!

Nach sehr kurzer Zeit erreichen wir bereits den Eingang zum Yosemite National Park... Man muss dazu sagen, dass das Auto eine entspannte Temperatur von -3°C anzeigt... Und das im September und vor allem wenn man am Tag zuvor noch über 50°C im Death Valley hatte. Brrr ist das kalt, trotzdem muss das Foto natürlich gemacht werden.

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Wir packen schnell die GoPro auf's Autodach und los geht es über den Tioga Pass bis in's Valley. Die Fahrt gefällt uns, die Landschaft ist wunderschön und ich freue mich auf den Tag. Irgendwie stehen erstaunlich viele Autos am Straßenrand rum, ob die hier übernachtet haben? Die werden doch um die Uhrzeit noch nicht so zahlreich wandern sein? Seltsam.

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Und dann passiert es: Es scheppert ein paar mal laut und ich sehe aus dem Augenwinkel etwas schwarzes über unser großes Panoramadach purzeln. Ich sage Dominik panisch, dass er sofort anhalten soll, unsere GoPro hat sich grad mit mehren Purzelbäumen über das Dach verabschiedet. Er hält natürlich sofort an und fährt rechts ran, hinter uns sind ein paar Autos, auf die wir natürlich Rücksicht nehmen müssen und keine Vollbremsung hinlegen können. Dominik steigt aus und rennt die paar Meter bis zu der Unglücksstelle zurück (So schnell hab' ich den noch nie laufen sehen :mrgreen: :mrgreen: ). die GoPro liegt unglaublicherweise völlig unversehrt auf der Gegenfahrbahn und es kommt auch kein Gegenverkehr. Das Gehäuse hat natürlich ein paar Kratzer abbekommen, aber nichts schlimmes. Wir sind erstmal sehr erleichtert, dass weder der GoPro noch den anderen Autos etwas passiert ist. Mit Pech hätte das Gerät ja auch beim Sturz gegen ein anderes Fahrzeug fliegen können. Das Video von der Aktion ist übrigens sehr witzig, es wird während dem Flug ja fleißig weiter gefilmt. Ich werde das nachreichen!!!

So, dann mal GoPro in's Auto und weiter gehts, oder? Nöööö natürlich nicht. Dominik nimmt sich ein Taschentuch, wischt den Dreck und Staub vom Autodach und pappt die GoPro da wieder drauf. Echt jetzt? :shock: Das nenne ich mal mutig... Aber gut, es scheint wegen dem Dreck und wegen der Kälte gewesen zu sein und da es jetzt sauberer ist und immer wärmer wird passiert nichts mehr.

Wir fahren an viel verbranntem Holz vorbei, Waldbrände sind ja momentan ein großes Problem hier in der Gegend. Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, wie nervös ich die letzte Wochen und Tage bezüglich dieser Route war. Bis vor ein paar Tagen war die 120 bei Lee Vining nämlich wegen einem Feuer hier ganz in der Nähe über mehrere Tage gesperrt und es war nicht klar, ob wir überhaupt nach Bodie können, oder ob wir die Berge westlich umfahren müssen, als wenn der Tioga Pass im Winter gesperrt wäre.

Und dann passiert es: Es scheppert ein paar mal laut und ich sehe aus dem Augenwinkel etwas schwarzes über unser großes Panoramadach purzeln. Ich sage Dominik panisch, dass er sofort anhalten soll, unsere GoPro hat sich grad mit mehren Purzelbäumen über das Dach verabschiedet. Er hält natürlich sofort an und fährt rechts ran, hinter uns sind ein paar Autos, auf die wir natürlich Rücksicht nehmen müssen und keine Vollbremsung hinlegen können. Dominik steigt aus und rennt die paar Meter bis zu der Unglücksstelle zurück (So schnell hab' ich den noch nie laufen sehen :haha: ). die GoPro liegt unglaublicherweise völlig unversehrt auf der Gegenfahrbahn und es kommt auch kein Gegenverkehr. Das Gehäuse hat natürlich ein paar Kratzer abbekommen, aber nichts schlimmes. Wir sind erstmal sehr erleichtert, dass weder der GoPro noch den anderen Autos etwas passiert ist. Mit Pech hätte das Gerät ja auch beim Sturz gegen ein anderes Fahrzeug fliegen können. Das Video von der Aktion ist übrigens sehr witzig, es wird während dem Flug ja fleißig weiter gefilmt. Ich werde das nachreichen!!!

So, dann mal GoPro in's Auto und weiter gehts, oder? Nöööö natürlich nicht. Dominik nimmt sich ein Taschentuch, wischt den Dreck und Staub vom Autodach und pappt die GoPro da wieder drauf. Echt jetzt? :shok: Das nenne ich mal mutig... Aber gut, es scheint wegen dem Dreck und wegen der Kälte gewesen zu sein und da es jetzt sauberer ist und immer wärmer wird passiert nichts mehr.

Wir fahren an viel verbranntem Holz vorbei, Waldbrände sind ja momentan ein großes Problem hier in der Gegend. Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, wie nervös ich die letzte Wochen und Tage bezüglich dieser Route war. Bis vor ein paar Tagen war die 120 bei Lee Vining nämlich wegen einem Feuer hier ganz in der Nähe über mehrere Tage gesperrt und es war nicht klar, ob wir überhaupt nach Bodie können, oder ob wir die Berge westlich umfahren müssen, als wenn der Tioga Pass im Winter gesperrt wäre.

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Schließlich kommen wir im Valley an und die Luft ist irgendwie... diesig. Man merkt schon irgendwie, dass in der Nähe noch zahlreiche Waldbrände toben, denn klare Sicht ist anders. Wenn man sich konzentriert, dann kann man den Rauch auch leicht riechen. Zumindest ich, denn ich habe eine sehr empfindliche Nase. Wir stellen das Auto auf einem Parkplatz in der Nähe des Curry Villages ab.

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Aufgrund der Bären entsorgen auf den Parkplatz zunächst mal den Müll unserer Birthday Cake Oreos in die abschließbaren Müllcontainer... Yaaay, die perversen Teile sind leer. Wobei wir uns echt nicht sicher sind, ob der künstliche Geruch die Bären nicht eher verjagen anstatt anlocken würde... Wir wechseln unsere Schuhe und ziehen die Wanderschuhe an, heute wollen wir mal wieder ein bisschen wandern gehen. Gleichzeitig wird es auch die letzte größere Wanderung sein, denn leider sind wir ja schon in unserem letzten National Park angekommen. Es ist mit knapp 20°C noch relativ frisch, aber auch noch sehr früh. Immerhin viel wärmer als zu Beginn der Etappe oben in Lee Vining.

Wir wollen heute den Mist Trail bis zum Nevada Fall gehen, der Name macht dem Trail heute allerdings alle Ehre... MIST, ist das voll hier. Also später... Jetzt geht's noch einigermaßen, auch wenn schon jede Menge Leute unterwegs sind. Man muss allerdings dazu sagen, dass wir nicht nur irgendeinein Sonntag haben, sondern auch noch Labor Day Wochenende. Dementsprechend haben wir mit nichts anderem gerechnet. Wir haben uns für diesen Weg entschieden, weil es zeitlich passt und weil die beiden Wasserfälle mit die einzigen sein sollen, die zu dieser Jahreszeit noch Wasser führen. Wir sind gespannt. Der Weg vom Parkplatz zum Trailhead führt idyllisch durch ein Wäldchen.

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Direkt zu Beginn geht es relativ steil bergauf, ganz zum Leidwesen von Dominik, der sich bei den ersten Metern Steigung schon wieder im jammermodus befindet. Langsam habe ich mich aber dran gewöhnt und es ist ja auch das letzte mal. Auch für mich sind die ersten Meter schon recht anstrengend, so viel wie in den letzten drei Wochen bin ich die letzten Jahre vermutlich nicht gelaufen. Entschädigt wird man aber mit netten Aussichten.

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Nach kurzer Zeit kommen wir zu einer Brücke, an der man den Vernal Fall bereits im Hintergrund erahnen kann. Es ist inzwischen ein wenig wärmer geworden, von dem Aufstieg schwitzen wir so oder so. Leider merke ich, dass es auch ein wenig schwül wird und gehe davon aus, dass das im laufe des Tages eher schlechter als besser werden wird.

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Bis zum Vernal Fall sind es also nur noch 0.3 Meilen... Das ist ja ein Witz. Die 1.6 Meilen zum Nevada Fall sollten auch kein Problem darstellen, aber die 6 Meilen bis zum Half Dome... Das ist ja echt ein Traum von mir. Irgendwann mal die 10-12 Stunden auf mich zu nehmen und auf den Half Dome zu wandern. Mit Dominik werde ich das vermutlich nicht machen können. Naja... Iiiirgendwann... Ich bin ja noch jung und der Half Dome wird ja (hoffentlich) nicht demnächst umfallen :mrgreen:

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Da hinten ist der, der Vernal Fall! Leider fließt nur noch ein sehr klägliches Rinnsal... Aber das war im September ja auch zu erwarten. Trotzdem irgendwie schade.

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Trotzdem wird das Rinnsal natürlich ausführlich abgelichtet, zusammen mit zahlreichen weiteren Touristen. Wenigstens lässt sich ein kleiner Regenbogen blicken, es ist also doch ganz schön hier, auch wenn es nicht die beste Reisezeit ist.

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Wir laufen weiter und klettern den steinigen Weg nach oben, schließlich möchten wir den Vernal Fall ja auch von oben sehen. Der Weg nach oben ist schon ein bisschen anstrengend, vor allem wenn man so klein ist und so kurze Beine hat wie ich :). Die vielen Menschen machen es auch nicht einfacher... Was mir hier ganz negativ auffällt: Die Menschen nehmen alle absolut keine Rücksicht aufeinander. Niemand wartet an engen Stellen, jeder denkt nur an sich, ob andere Platz haben interessiert hier niemand. Das war bei anderen gut besuchten Trails, Angels Landing zum Beispiel, ganz anders. Da waren alle rücksichtsvoll und aufmerksam. Ich weiß nicht woran das liegt, vielleicht laufen hier - grad am Labor Day We - mehr Leute rum, die keine Ahnung von richtigem Verhalten haben? Keine Ahnung, ist aber echt anstrengend und nervig...

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Hier oben ist ein abgesperrter Bereich, von dem man eine super tolle Aussicht hat.

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Leider halten wir es hier nicht lange aus, denn der flache Felsen ist bevölkert von Touristen, die hier ihre Picknick Pause machen, anscheinend ist auch ein kompletter Reisebus dabei. Die Geräuschkulisse hier ist echt fürchterlich, wir machen uns also schnell auf den Weg in den Wald.

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Re: Wild West 2015 - Städte, Nationalparks & Freizeitparks

Beitragvon lunchen » Di 15. Mär 2016, 09:58

Hier sind wir auf einmal fast alleine. Anscheinend machen die meisten Leute kehrt nachdem sie bis zum Vernal Fall aufgestiegen sind. Gut für uns!

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Auf der rechten Seite blitzt der Nevada Fall zwischen den Bäumen durch. Auch der ist ziemlich dünn im Vergleich zum Frühjahr, aber doch etwas imposanter als der Vernal Fall.

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Jetzt passiert etwas sehr seltenes. Ich habe keine Lust mehr und außerdem müssen wir ein wenig auf die Uhr gucken. Ich möchte unbedingt zum Glacier Point und Tunnel View, noch kurz am Bridalveil Fall halten und wir haben ja auch noch eine lange Strecke bis San Francisco vor uns. Außerdem wollen wir in die Cheese Cake Factory und die macht abends zeitig zu. Dominik würde noch weiter laufen, bis wir auch am Nevada Fall oben ankommen, aber wir entscheiden uns dann gemeinsam dafür umzudrehen. Das schwüle Wetter nervt mich auch ein bisschen, das vertrage ich nicht so gut... Hitze gerne, aber feucht.. nee.

Auf dem Weg zurück treffen wir jetzt schon einige Leute, obwohl wir auf dem Hinweg ganz alleine waren.

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Am Vernall Fall ist immernoch ein Regenbogen zu sehen, schön! Der Weg hier runter war nicht sehr schön, ständig ist man nur noch anderen Menschen am ausweichen.

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Auf der letzten Etappe zum Trailhead ist es eine absolute Katastrophe. Ich bin langsam schon etwas aggressiv wegen dem geballten Egoismus der Leute hier. Aber schaut es euch selbst an:

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Ätzend, ätzend, ätzend! Am frühen Nachmittag sind wir zurück am Auto und haben Hunger. Da an dem Imbiss Kiosk 1. eine Schlange von ca. 50.000 Menschen steht und 2. es dort eh nichts gibt was uns zusagt, ernähren wir uns zunächst von Cookies im Auto und fahren in Richtung Tunnel View. Das ist aber gar nicht so einfach, denn gefühlt jeder Einwohner der USA versucht gerade durch das Valley zu fahren, weshalb wir jetzt erstmal in einem gesalzenen Stau stehen.

Wir stehen also in diesem abgefahrenen Stau mitten im Yosemite Valley und es geht einfach NICHTS. Es ist, als hätte jeder US Staatsbürger an diesem langen Wochenende entschieden genau hier hin zu kommen und genau jetzt irgendwo anders hinfahren zu wollen. Den Halt am Bridevail Fall streichen wir kurzerhand, denn auch hier würden wir nicht mehr besonders viel zu sehen bekommen und bis wir uns in die Schlange wieder eingereiht haben... Nein, danke!

Irgendwie bewegen wir uns aber mit ca. 0,1 km/h weiter und erreichen irgendwann den berühmten Tunnel, in unserem Fall aus dem Valley hinaus. Erstaunlicherweise finden wir hier noch einen Parkplatz, damit haben wir ja jetzt beim besten Willen nicht gerechnet. Der Tunnel View ist schon atemberaubend, auch wenn wir nicht so eine klare Sicht haben, wie ich sie mir gewünscht hätte, der Half Dome ist kaum noch zu erkennen. Die Brände sind hier allgegenwärtig.

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Jetzt soll für mich das absolute Highlight kommen, der Glacier Point. Was habe ich bei den zahlreichen Fotos in den Berichten schon gestaunt, wie muss es dann erst vor Ort sein? Wir kommen bis zur Glacier Point Rd ganz gut durch und als wir ankommen trifft mich der Schlag. Eine Menge Autos stehen auf einem Parkplatz und vor einer Absperrung. Die Ranger waren grad dabei, die Straße nach oben abzusperren. Den ganzen Tag war sie offen, ich habe immer wieder auf die Schilder an der Seite der Straßen geachtet und jetzt, wo wir so kurz davor sind, wird dicht gemacht?! Das kann doch einfach nicht wahr sein. Dieser Punkt war für mich ein riesen Must Do, nicht nur auf den Yosemite, sondern auf die ganze Reise bezogen. Es hilft nichts, die Straße wird heute nicht mehr freigegeben und wir fahren schlecht gelaunt (Also vor allem ich) in Richtung San Francisco. Wenigstens kommen wir nicht so spät an.

Kurz vor San Rafael, unserem Übernachtungsort für die nächsten drei Nächte, erleben wir einen netten Sonnenuntergang to go.

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In San Rafael angekommen...

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... checken wir zunächst einmal in der Marin Lodge ein. Wir haben uns bewusst für ein Hotel außerhalb von San Francisco entschieden, weil uns die Preise in der Stadt einfach viel zu hoch waren für das, was man dort geboten bekommt. Da fahren wir lieber jeden Tag über die Golden Gate Bridge und gucken wo wir das Auto lassen. Für uns ist die Entscheidung absolut richtig und die Marin Lodge ist ein totaler Glücksgriff. Super nette und hilfsbereite Besitzer, ein mehr als annehmbarer Preis und schöne, moderne Zimmer. Eigentlich sogar die am schönsten eingerichtetsten der gesamten Reise.

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Wir entscheiden noch gezielt zur Cheesecake Factory zu fahren, denn wir wollen einmal in diesem Urlaub richtig gute Steaks essen und Dominik sagt, die bekommt man hier. Er hat recht, das Essen war super lecker, aber ein bisschen weh tat der Blick in die Speisekarte schon... Immerhin gibt es hier sooo viel Auswahl und so tolle Nudelgerichte, aber nein... Ich will doch ein Steak, oder nicht? Naja, zur Belohnung nehmen wir je ein Stück Cheesecake für später (oder so) mit :D

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Gar nicht mal so spät liegen wir an diesem Tag im Bett und ich ärger mich irgendwie immer noch. Wir kommen gerade aus dem letzten National Park dieser Reise, das alleine ist schon schlimm genug. Der Yosemite soll so schön sein (und das glaube ich sogar), aber irgendwie hat heute gar nichts gepasst. Es war viel zu überfüllt, die Leute haben mich aggressiv gemacht, die Wasserfälle waren alle fast trocken (gut, das war klar) und die Sicht war auch eine Katastrophe, ganz zu schweigen von dem Rauchgestank, der überall in der Luft lag. Als Highlight war dann auch noch der wichtigste Punkt für mich gesperrt. Wir haben den Park definitiv zur falschen Zeit besucht und auf dem falschen Fuß erwischt und ich bin wirklich überzeugt davon, dass ich es hier unter anderen Umständen traumhaft schön gefunden hätte. Der Park verdient (und bekommt) definitiv eine 2. Chance, dann aber im Frühjahr und nicht im Spätsommer.

Jetzt bekommt ja erstmal San Francisco eine zweite Chance, davon war ich ja bei meinem ersten Besuch auch nicht so angetan, wie sich vielleicht noch jemand erinnert. Mal sehen, ob es jetzt anders kommt.
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Tag 17: Californias Great America

Beitragvon lunchen » Mo 21. Mär 2016, 19:18

Der Wecker klingelt heute relativ spät, nämlich erst um 7:45 Uhr. Wir fühlen uns super wohl in diesem Motel und können super gut schlafen. Heute ist Labor Day, dementsprechend sind wir froh, dass wir heute nicht in einem National Park unterwegs sind, gestern hat uns auf jedenfall gereicht. Die Überraschung heute morgen ist: Es gibt Frühstück. Das war weder bei der Buchung irgendwo erwähnt, noch steht es auf unserer Buchungsbestätigung. Es sind zwar nur ein paar verschiedene (superleckere und riesengroße) Muffins, aber unerwartet ist es trotzdem. Saft gibt es keinen und da ich keinen Kaffee trinke beginnt mein Tag mit einem gigantischen Schoko Muffin und einer Dose Sprite. Die Softdrink Dosen sind übrigens den ganzen Tag über gratis an der Rezeption, nicht nur beim Frühstück.

Ich teile dem netten Besitzer eben noch mit, dass wir am Abend mit einem anderen Auto kommen werden, weil er sich am Tag zuvor unser Nummernschild wegen der Parkplätze notiert hat. Danach kann es auch schon losgehen, ab über die Golden Gate Bridge in Richtung San Francisco und das bei schönstem Wetter!

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Gegen halb zehn stehen am Flughafen auf dem Parkplatz von Alamo, denn es wird Zeit sich von unserem Escape zu verabschieden. Wir sind gespannt, denn er ist immer noch absolut verdreckt und hat einen netten Steinschlag in der Frontscheibe. Ersteres wird auch wirklich zum Problem, als ein extrem schlecht gelaunter Mitarbeiter unser Auto begutachtet und uns mitteilt, dass wir jetzt 100$ Reinigung zahlen sollen, weil wir unerlaubt Offroad gefahren sind. DAS würden wir ja nieeemals tun! Ich lasse das nicht einfach so auf mir sitzen und erkläre dem guten Mann, dass es einfach extrem heiß und staubig in Utah war und als es dann auch noch geregnet hat... Ich wunder mich selbst, aber am Ende müssen wir doch nichts zahlen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich 100$ völlig frech und überzogen finde. Natürlich ist die Karre verstaubt, allerdings ist das nichts, was nicht mit einmal abspritzen weggehen würde und das machen die ja sowieso... Naja egal. Etwa schlechtes hat das Ganze natürlich trotzdem... Ich muss mir jetzt von Dominik anhören, dass er recht hatte und das wir das Auto das nächste mal sauber machen.... Grrrr. :evil:

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Der Spaß endet hier aber nicht, wir müssen in's Treppenhaus und zwei Etagen tiefer zum Alamo Schalter, denn wir brauchen ja noch ein neues Auto. Eigentlich wollte Dominik ab hier seinen geliebten V8 Camaro von Hertz haben, das ging allerdings nicht, da die Collections nicht mit Einwegmiete funktionieren. Also erstmal "nur" ein "normales" Cabrio, denn für den Pacific Coast Highway wollen wir was offenes haben. Wir stehen hier relativ lange obwohl nichts los ist und müssen danach wieder auf eine andere Etage.

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Wir gehen zu der Dame, bei der groß "Convertibles" am Pult steht und hier geht der Spaß jetzt RICHTIG los. Es stehen bereits fünf Personen in einer (mehr oder weniger) Schlange, alle wollen unbedingt einen Mustang. Und zwar nur einen Mustang. Wir eigentlich auch, denn einen Camaro bekommen wir ja noch... Naja, erstmal abwarten. Vor Ort gibt es aktuell genau drei Cabrios und zwar drei MX5 in drei verschiedenen Farben. Schön und gut, ich find die ja nett... Aber 1. haben wir so einen zuhause in der Garage und 2. passt das nicht. Was sollen wir bei zwei riesen Koffern, einer Kühlbox, Essvorräten und 2 Rucksäcken mit 2 Sitzern mit Mini Kofferraum? Als Alternative wird uns ein Elektro Auto angeboten. Lass mich kurz überlegen: Nein. Sonst hätten wir ja wohl nicht explizit ein Cabrio gemietet :shock: Es ist also warten angesagt...

Folgene Situation lässt uns mit offenem Mund einfach nur dastehen und das Geschehen ungläubig verfolgen:

Ein wunderschöner Mustang in einer affengeilen auffälligen Farbe (Irgendeine Form von Orange) kommt frisch gewaschen vor das Pult gefahren und direkt dort stehen gelassen. IRGENDEIN Typ (nicht aus der Schlange) spring von IRGENDWO aus dem Nichts in dieses Auto und fährt weg. Einfach so. Der Erste in der Schlange bekommt selbstverständlich einen dezenten Eskalationsanfall, wäre das doch sein Mustang gewesen. Dann auch noch in so einer Farbe. Der nächste ist weiß, findet er nicht toll, nimmt er aber trotzdem.

Das war jetzt natürlich noch nicht die Krönung.

Der nächste random Typ (diesmal in einem schwarzen Camaro, wo auch immer der herkommt) kommt rückwärts angeschossen und stellt sich MITTEN in den Weg, direkt vor unsere Schlange, steigt aus, lässt sein ganzes Gepäck im Auto und geht durch die ganze Reihe zu den MX5, steigt in den roten ein und beginnt 20.000 mal vor und zurückzusetzen. Dann fährt der original mit Hackengas eine "Probe"runde durch das Parkhaus, hält mit quietschenden Reifen neben dem Camaro und befiehlt der Alamo Mitarbeiterin sein Gepäck in das neue Auto umzuladen. Das tut sie dann auch, vor den Augen immer wütender werdenden Kunden, die auch langsam gerne mal ein Auto hätten. Keiner von uns hatte so ein unverschämtes Verhalten bisher erlebt. Die Frau ist vollkommen überfordert mit der Situation und jeder macht hier was er will. Als er weg ist sagt sie sogar zu uns, das er sie wohl nicht mehr alle hatte... Naja, da vor uns alle UNBEDINGT einen Mustang wollen nehmen wir den schwarzen Camaro, wir haben die Schnauze voll und wollen einfach nur weg von hier. Im nachhinein ärgern wir uns, das wir nicht länger gewartet haben. Das Auto hat schon eine Menge runter und das beige Dach geht ja wohl mal GAR NICHT. Gott sei Dank bekommen wir noch einen schöneren... Egal jetzt, wir können uns jetzt zumindest die Sonne auf den Schädel scheinen lassen!

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Lange ist's her, dass wir die Freiheit und das tolle Gefühl einer richtig schönen Achterbahnfahrt genießen durften. Die meisten von euch werden das Gefühl ja kennen und auch für uns ist das im Urlaub eine lange Zeit. Eigentlich kann ich mich sogar an fast keinen Urlaub mehr erinnern, bei dem es nicht um's Achterbahnfahren gegangen wäre. Bisher vermissen wir auch eigentlich nichts, dafür ist die Rundreise viel zu genial... Trotzdem freuen wir uns natürlich, als wir mit unserem Camaro um 11 Uhr auf den Parkplatz von Californias Great America bei San Jose rollen. Eigentlich bietet der Park nicht besonders viel, was für uns einen weiteren Besuch (Waren ja 2013 hier) rechtfertigen würde, aaaaaaußer natürlich den Woodie Gold Striker, meiner absoluten Holz Nummer 1.

Die Tickets haben wir vorab online bestellt, also können wir direkt durch zu den Drehkreuzen. Hier bekommen wir ein kleines Handtuch geschenkt, denn der Park feiert dieses Jahr Jubiläum. Das finden wir super und gehen direkt gut gelaunt zum Fast Lane Stand. Auch hier haben wir bereits online den größten Fast Pass gekauft, denn wir haben ja immer noch Labor Day und wir wollen heute auch noch nach Sanra Cruz. Außerdem... Wer möchte bei 33°C und nicht einer Wolke am Himmel schon den ganzen Tag anstehen?

Zuerst geht es natürlich zum Objekt der Begierde, steht ja auch direkt am Eingang. Gold Striker <3

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Wir wollen grad durch den Fast Lane Eingang rein als uns eine Familie entgegen kommt und meint, dass die Bahn down ist. Och nee, hoffentlich nicht für lange. Den ganzen Tag wäre schon uncool, ist schließlich so ziemlich der einzige Grund, warum wir hier sind.

Naja, also erstmal weiter. Wir wären ja so oder so nicht den ganzen Tag Gold Striker gefahren, eine Runde hätten wir ja eh gemacht.

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Wir landen automatisch an der alten Arrow Bahn "Demon". Ich mag die sehr, Dominik hasst sie. Naja, was hat der Mann schon für eine Wahl? Ich denke er wird es überleben. An der Bahn ist so gut wie nichts los, trotzdem gehen wir stur durch den Fast Lane Eingang. Bezahlt ist schließlich bezahlt, auch wenn der einzige Effekt in diesem Fall ist, dass wir einen eigenen Zugang haben, aber der (nicht wirklich vorhandene) Rest genauso lang warten muss. Nämlich gar nicht.

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Neee was ist das schön! Findet Dominik nicht. Weichei. :)

Aber DEN findet Dominik schön (Ist ja auch schöner als unserer mit dem beigen Dach). Passt aber leider nicht ins Handgepäck!

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Gold Striker ist nicht das einzige Holz im Park (wenn auch mit kilometerlangem Abstand das Beste), hinter Demon steht die alte Dame "The Grizzly". Besonders spektakulär ist sie nicht, aber auch nicht schmerzhaft (Was ja bei Bahnen in dem Alter durchaus mal vorkommt). Gehört auf jeden Fall zur Rubrik "Kann man mal fahren, wenn man eh schon hier ist". Machen wir natürlich auch.

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Wir gucken immer wieder mal zu Gold Striker (Von Grizzly aus hat man eine gute Sicht), müssen aber leider feststellen, dass noch immer kein Zug fährt. Wir laufen also ein wenig durch die Gegend und überlegen was wir jetzt tun.

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Wir kommen an der Maus vorbei und erinnern uns, dass es sich dabei um eines der besseren und spaßigeren Exemplare handelt. Allerdings haben wir irgendwie trotzdem keine Lust und laufen dran vorbei.

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Re: Wild West 2015 - Städte, Nationalparks & Freizeitparks

Beitragvon lunchen » Mo 21. Mär 2016, 19:20

Keine Ahnung, wieso das mit den Bildern heute nicht geht... Hab es jetzt 3x versucht und gemacht wie immer...
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Re: Wild West 2015 - Städte, Nationalparks & Freizeitparks

Beitragvon lunchen » Mo 21. Mär 2016, 19:31

Wir entdecken das Rafting und überlegen kurz, ob wir uns das antun wollen. Eigentlich sind die Raftings in den USA immer klatschnass, allerdings hatten wir Anfang der Reise in Knott's Berry Farm Glück und selbst wenn. Wäre das wirklich so schlimm? Immerhin haben wir 33°C und Wolken sind auch keine zusehen. Also los. Hier ist es - dank der Temperaturen - auch ziemlich voll und wir sind einmal mehr glücklich über unseren Fast Pass. Diesmal haben wir allerdings nicht so viel Glück und kommen absolut durchflutet wieder in der Station an. Nichts ist mehr trocken, wir hätten in einen See springen können, das hätte den gleichen Effekt gehabt.

Weiter geht die Reise zu Flight Deck. Die Bahn haben wir als Highlight neben Gold Striker in Erinnerung und darf natürlich auch auf unserer heutigen Runde nicht fehlen. Auch hier ist es relativ voll, dennoch dürfen wir nach einem Zug abwarten bereits Platz nehmen. Ich habe ehrlich Mitleid mit der Person, die sich nach mir auf meinen Platz setzen muss... Beim Aussteigen stelle ich fest, dass ich eine riesen Wasserpfütze auf dem Sitz hinterlassen habe... Was müssen die Leute nur denken :). Im Ausgang quatscht uns ein ca. 12 jähriges Mädel aus unserer Viererreihe an, dass sie uns Deutsch sprechen gehört hat und das ihre Freundin neben ihr auch Deutsch spricht. Wir unterhalten uns kurz und erfahren, dass ihre Eltern aus Deutschland stammen und hier hin ausgewandert sind, sie aber hier geboren ist. Sie spricht Deutsch mit uns und zwar absolut perfektes, akzentfreies. Da ist die zweisprachige Erziehung auf jedenfall mehr als geglückt.

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Wir lösen uns von Flight Deck, die übrigens ganz schön rappelig geworden ist und schlendern gemütlich durch den Park, als PLÖTZLICH mein Magen anfängt zu knurren. Das ist bei mir immer sehr kurios. Bei den meisten Menschen die ich so kenne entwickelt sich Hunger langsam und wird dann immer stärker. Bei mir ist das völlig anders. Es ist schon oft vorgekommen, dass Dominik fragt, ob ich Hunger habe, ich nein sage und er sich alleine was holt. Es kann dann aber passieren, dass ich nach 10 Minuten so einen Hunger habe, dass ich SOFORT was zu essen brauche. Am Anfang fand er das immer sehr komisch, inzwischen hat er sich aber daran gewöhnt :mrgreen: Ich habe auf jedenfall nochmal Lust auf Panda Express, vermutlich ist es die letzte Gelegenheit. Genau diese Filiale hier war vor zwei Jahren meine ALLERERSTE Berührung mit amerikanischen Lebensmitteln. Da muss ich doch nochmal hin. Yummy, Orange Chicken, ich komme!

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Und hinter uns ertönt das erlösende Geräusch: Das laute donnern von Gold Strikers Liftkette ist wie balsam für unsere Ohren. Wir laufen sofort hin und stellen uns in die Fast Lane, wer weiß ob nochmal was passiert. Diesmal können wir einige Male fahren und nutzen unsere "Drängelarmbänder" voll aus. Wir sind noch nicht ganz aus dem Zug aufgestanden, schon laufen wir wieder durch den Eingang und stehe oben in der Station. Es fahren zwei Züge, also schaffen wir es nicht, in jedem Zug mitzufahren, sondern müssen immer einen auslassen. So ein jammer aber auch! Das Teil ist toll, das Teil ist genial, das Teil ist schnell, ABER das Teil ist bei unbarmherziger Sonne auch verdammt anstrengend und hart. Gold Striker gehört zwar nicht zu den Woodies, die weh tun, aber wird man durch das Tempo und das grandiose Layout doch ziemlich durchgerüttelt. Wir ziehen das Spiel 6 oder 7 Fahrten durch, bis wir es in die erste Reihe schaffen und sind danach körperlich völlig fertig und brauchen eine Pause. Sehr, sehr geiles Gerät. Nach wie vor.

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Danach möchten wir zu Vortex, dem Stand Up Coaster... Moment. Stop. Nein, ich möchte definitiv nicht zu Vortex. Wer will das schon? Das Teil ist die Hölle. Aber der Mann will. Was ist falsch mit dem? Auf den harmlosesten Sachen gibt es das größte MIMIMIMI und sowas tut der sich freiwillig an? Was bleibt mir jetzt für eine Wahl, nachdem er auch immer "gegen seinen Willen" mitfährt? Dabei habe ich vor zwei Jahren geschworen hier nie wieder einzusteigen. Das denken sich wohl auch alle anderen Besucher, denn hier ist die Fast Lane nichtmal geöffnet und es befindet sich - Überraschung - außer uns nicht EIN Mensch in dieser Station. Am Labor Day. Sagt das nicht schon alles? Echt jetzt.

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NIE, NIE, NIE, NIE wieder wird mich irgendwas oder irgendwer in diese Bahn bekommen. Das schwöre ich am heutigen Tage unter vielen Zeugen. Ich habe noch nie einen dermaßen beschi**enen Coaster gefahren, wie das Teil. Eigentlich müsste das schon als Körperverletzung durchgehen und ich bin absolut nicht empfindlich! Dominik muss mir am Getränkeautomaten jetzt erstmal was ausgeben, das ist das mindeste als Entschädigung! Der lässt sich vom Automatischen allerdings verarschen und am Ende kommen nicht zwei Flaschen, sondern drei rausgepurzelt. Die auch alle drei berechnet wurden. Hat er nicht anders verdient. So. Quitt.

Ich bin mit der Nummer jetzt jedenfalls durch und wir laufen erstmal ein wenig durch den Park, froh über die Tatsache überhaupt noch laufen zu können und nicht bleibend geschädigt zu sein.

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Ich lasse mich von Dominik überreden noch 3 Runden Gold Striker zum Abschluss zu fahren. Mir muss es wirklich schlecht gehen, wenn man mich dazu überreden muss. Aber recht hat er ja, der Fast Pass war teuer und wer weiß, wann wir dieses Coasterjuwel wieder fahren dürfen. Danach ist dann aber wirklich Schluss, denn wir haben außerdem schon 16 Uhr. Wir besuchen noch den Souveniershop am Ausgang, wo ich einen weiteren Plüschsnoopy kaufe (Ihr erinnert euch noch an unseren?), diesmal mit cooler Sonnenbrille und ausziehbarer Lederweste. Der soll für meinen besten Freund sein, der mir bei Whats App geschrieben hat, dass er unseren Snoopy total cool findet. Hoffentlich freut er sich :) Um 16:30 Uhr sitzen wir in unserem Camaro und sind bereit für die Weiterfahrt nach Santa Cruz.
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Re: Wild West 2015 - Städte, Nationalparks & Freizeitparks

Beitragvon Björn » Mi 23. Mär 2016, 17:20

lunchen hat geschrieben:Keine Ahnung, wieso das mit den Bildern heute nicht geht... Hab es jetzt 3x versucht und gemacht wie immer...

Kann es mir auch nicht gerade erklären. Scheint irgendwas internes in der Foren-Software zu sein. Das Mapping der Bild-Ids erscheint ja korrekt. Naja, so lang es nicht öfters vorkommt und wir die Bilder trotzdem sehen können, belasse ich es mal dabei. :)
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